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Ansichten vom Vakuummotor GL-V26S
Und hier noch ein paar Detailbilder Kurbeltrieb, Brenner und Einlass, Schwungradklemmung
Technische Daten:
Abmessungen: Gesamtlänge : 145 mm Gesamtbreite : 112 mm Gesamthöhe : 203mm Gewicht : 2,1 kg Baujahr : 2026 Brennstoff : Bioethanol Schmiermittel : Caramba "Graphit Mulitiöl" und synth. Zweitaktmotorenöl
Ausführung: Bohrung: 24 mm, Hub: 32 mm, liegender Zylinder aus Grauguss, Grauguss-Kolben mit einem Kolbenring aus einem PTFE-Compound, Steuerung: Einlass durch einen über Nocken und Gestänge gesteuerten Rechteckschieber, Auslass durch selbsttätiges Tellerventil, Kurbelwelle und Nockenrad sind wälzgelagert, Schwungrad ø 112 mm. Luftkühlung. Befeuerung mittels verschiebbarem Spiritusbrenner.
Oberflächenbehandlung: Die Teile der Maschine sind hauptsächlich mattschwarz (hitzefest) und das Schwungrad purpurrot pulverbeschichtet. Die Stahlteile der Kurbelwelle, der Nocken und der Klemmkonus vom Schwungrad sind brüniert und danach eingeölt. Die Messing- und Aluminiumteile sowie der Flammschutz sind poliert. Die Teile von Brenner wurden sandgestrahlt.
Der Aufbau und die Wirkungsweise dieses Vakuummotors: Bei diesem Vakuummotor besteht der stehende Zylinder aus Grauguss. Im Zylinder läuft ein Kolben aus Grauguss, der über eine Schubstange mit der Kurbelwelle verbunden ist. An der Kurbelwange ist ein Ausgleichsgewicht zur Verringerung der Unwucht montiert. Auf der Kurbelwelle befinden sich ein Schwungrad und die Nockenscheibe zur Steuerung des Einlassschiebers. Die Bewegung der Nockenbahn wird über eine Stange direkt auf den geführten Rechteckschieber übertragen. Am unteren Ende vom Zylinderkopf befindet sich ein selbsttätiges Plattenauslassventil. Um das Einlassventil ist ein Windschutz für die Flamme angebracht und darunter ist der verschiebbare Brenner positioniert.
Die Vorgänge während einer Umdrehung des stehende Vakuummotors: Beim Aufwärtshub des Kolbens öffnet das Einlassventil und die heißen Brenngase, des sich davor befindlichen Brenners, werden in den Zylinderraum eingesaugt. Im Bereich des oberen Totpunktes schließt sich das Einlassventil. Die Brenngase im Zylinder kühlen nun ab und es entsteht ein leichter "Unterdruck". Der äußere Luftdruck bewegt den Kolben wieder nach unten. Das restliche Gas im Zylinder wird dann leicht komprimiert und durch das sich öffnende Auslassventil, mit dem dabei typischen Auspuffgeräusch, ausgestoßen. Im unteren Totpunkt schließt sich das Auslassventil wieder und der Zyklus beginnt von neuem.
Besonderheiten: Der Vakuummotor hat im Vergleich zum Stirlingmotor ein offenes System, d.h. bei jedem Takt wird das Arbeitsmedium ausgetauscht. Diese Motoren sind, auch wenn sie als Mehrzylinder ausgeführt sind, nicht selbstanlaufend. Der Motor läuft nur in eine Richtung. Diese ist durch die Einstellung des Einlassventils vorgegeben. Durch die Verwendung eines Graugusszylinders in Verbindung mit einem Graugusskolben muss der Zylinderraum und der Kolben geschmiert werden. Wie beim Stirlingmotor ist ein Schwungrad zur Überwindung der Totpunkte erforderlich.
Wie kam es zum Bau der Maschine: Den Motor hatte ich bei einem Aussteller im Industriemuseum Lauf a. d. Pegnitz gesehen, wir kamen ins Gespräch und so kam ich auch zu ein paar Zeichnungen.
Info zur Maschine: Die Maschine wurde aus Halbzeugen gefertigt, lediglich das Schwungrad war ein Gussteil. Die Ausführung entspricht im Großteil den Zeichnungen vom Flammenfresser "Chuky" (Konstrukteur nicht bekannt), wobei ich aber wieder ein paar Modifikationen vorgenommen habe. |
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Copyright © 2026 Gerd LittyStand: 08. August 2026
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