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Dampfm. GL-DM17W
 

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Ansichten des Wassermotors

Alle Einzelteile im Überblick

Die Steuerschlitze in Zylinderspiegel und Maschinenbett

 

 

Technische Daten:

Abmessungen:    

Gesamtlänge         222 mm

Gesamtbreite        162 mm

Gesamthöhe          196 mm

Gewicht                 2,8 kg

Baujahr                 :  2017

 

Ausführung:

Modell mit einem doppelwirkenden Zylindern, liegend,

Bohrung: 25 mm, Hub: 36 mm,

Kolbenstangen- ø 6 mm, Kolben mit 2 Kolbenringen,

Dampfsteuerung: Einlass und Auslass durch Schlitze im Lagersattel und im Gegenstück des oszillierenden Zylinders,

wälzgelagertes Kurbellager,

wälzgelagerte Kurbelwelle,

Schwungrad-ø 121 mm.

 

Oberflächenbehandlung:

Die Teile der Maschine sind hauptsächlich mattschwarz pulverbeschichtet. Die blanken Messingteile sind vorwiegend nur poliert. Die Konushülse der Schwungradbefestigung ist brüniert (Schwarzbeize) und dann leicht geölt.

 

Der Aufbau und die Wirkungsweise des Wassermotors:

Bei diesem Motor erfolgt die Steuerung durch das Schwingen (Oszillieren) des Zylinders. Der Zylinder läuft mit seiner konvexen Spiegelfläche im konkaven Gegenstück des Maschinenbetts. Bei der Drehung der Kurbelwelle folgt der Zylinder dem Kurbelkreis um die Pendelachse. Der Zylinder wird mittels Einstellschraube an den Spiegel im Maschinenbett gepresst.

Der doppelwirkende Zylinder hat jeweils vorne und hinten im unteren Bereich der Zylinderbohrung mehrer schräg, in Richtung der beiden Steuerschlitze, verlaufende Bohrungen. Der Spiegel am Zylinderträger hat 3 Schlitze. Der mittlere für den Frischdampf / das Druckwasser und die beiden äusseren für den Abdampf / das Abwasser. Bei dieser Bauweise kann der Austausch immer nur dann erfolgen, wenn sich ein Schlitz des Zylinderspiegels mit einem Schlitz im Maschinenbett teilweise deckt.

 

Die Vorgänge während einer Umdrehung des Wassermotors:

Im hinteren Totpunkt befinden sich keine Schlitze in Deckung, es kann somit weder Dampf/Wasser in den Zylinder ein noch aus dem Zylinder ausströmen. Mit dem sich nach vorne bewegenden Kolben schwingt der Zylinder im Lagersattel. Während der weiteren Bewegung in Richtung vorderem Totpunkt wird für den hinteren Zylinderraum allmählich der Frischdampf- / der Druckwasserschlitz und im hinteren Zylinderraum der Abdampf-/ Abwasserschlitz freigegeben. Dadurch kann hinten der Frischdampf / das Druckwasser ein- und vorne der Abdampf, das Abwasser ausströmen. Im vorderen Totpunkt sind alle Schlitze wieder verschlossen und die beiden Vorgänge beendet. Bei der nun anschließenden Rückwärtsbewegung des Kolbens schwingt der Zylinder weiter. Im hinteren Bereich wird nun der Abdampf-/ Abwasserschlitz und im vorderen Bereich der Frischdampf- / der Druckwasserschlitz freigegeben. Nun kann hinten der Abdampf das Abwasser aus- und vorne der  Frischdampf / das Druckwasser einströmen. Wenn die Maschine im hinteren Totpunkt angekommen ist, sind die Vorgänge beendet und der Zyklus beginnt von neuem.

 

Besonderheiten:

Die Oszillierende Dampfmaschinen ist auf Grund des Aufbaus der Steuerung eher einfach und hat wenig bewegliche Teile.

Diese Maschine ist nicht selbstanlaufend.

Die Dampfmaschine / der Wassermotor läuft bedingt durch den Aufbau nur in eine Richtung.

Die Maschine benötigt zur Überbrückung der Totpunkte und zur Harmonisierung des Laufes ein Schwungrad.

 

Für den Motor habe ich normale Stangenware, bzw. Halbzeugen verwenden. Nur das Schwungrad war ein Gussteil von RC-Machines.

 

Diese Maschine habe ich größtenteils nach einem Bauplan der Fa. Holzapfel, Winterthur, Schweiz (Nr. 86000) gebaut, aber auch wieder einige Änderungen vorgenommen.

Weiter Informationen zu dem Motor, Quelle oben genannter Bauplan:
Die Maschine wurde im Original von Ing. Albert Schmid gebaut und von einem Druckwassersysterm, welches in der Stadt Zürich um ca. 1870 ausgebaut wurde, angetrieben.
Für die Maschine bekam er auf der Weltausstellung 1868 und 1873 hohe Anerkennung.

Der schieberlose Motor mit oszyllierendem Zylinder erwies sich als sehr robust und effektiv.

Das im Bauplan beschrieben Modell entspricht etwa einer Maschine aus dem Jahre 1876.

 

 

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Copyright © 2017  Gerd Litty
Stand: 13. Mai 2017